Neuseeland Gletscher
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Neuseeland Gletscher

Die Gletscher Franz-Josef und Fox

Irgendwann auf dem State Highway 6 kommt der Punkt, wo plötzlich schneebedeckte Berge hinter der Kurve auftauchen und man so ein bisschen zu tun hat, noch auf den Straßenverkehr zu achten. Der Anblick auf den Mt. Tasman und dem höchsten Berg Neuseelands, den Mt. Cook, ist schon wirklich atemberaubend. Im Tal rennt man mit kurzer Hose und T-Shirt herum und oben auf den Bergen liegt der Schnee meterdick.

In solchen Orten, die wohl nur für die Touristen beziehungsweise durch sie hochgezogen wurden, kann man allerhand machen, wofür man eine Menge Geld ausgeben muss. Von Rundflügen bis hin zu geführten Gletschertouren ist alles dabei und wenn man genügend Zeit und Geld mitgebracht hat, steht der Entdeckungstour in der Luft und zu Fuß nichts im Wege.

Wir begnügten uns mit einer Wanderung an den Fuß des Gletschers, die rund 1,5 Stunden dauerte. Je nach Ausdehnung des Gletschers, heute misst er eine Länge von rund 11 km, braucht man mal mehr, mal weniger Zeit. Das Faszinierende ist auch, dass er auf einer Höhe von 250 Metern über dem Meeresspiegel bis an die Regenwaldgrenze heranreicht. Viele fragen sich vielleicht, wo überhaupt der deutsch klingende Name herkommt. Der Geologe Julius von Haast hat den Namen beigetragen, denn so hieß der damalige Kaiser von Österreich!  

Ungefähr eine halbe Autostunde weiter südlich gibt es den Kollegen des Franz-Josef, den Fox Gletscher, den man ebenso bei einer Wanderung anschauen kann. Hier läuft man aber bloß eine Stunde. Beim DOC (Departement of Conservation) kann man sich auch genau informieren, ob der Gletscher gerade im Begriff ist, zurückzugehen oder ob er wächst.  Sehr faszinierend ist auch, dass sich erst nach ungefähr 5 Jahren ein Jahr mit wenig Schneefall auf die Größe des Gletschers auswirkt. Wenn es oben in den höheren Lagen schneit, ist der zu Eis komprimierte Schnee erst 5 Jahre später im Tal. Der Gletscher bewegt sich 100.000 Mal langsamer als ein durchschnittlich schnell fließender Fluss!

Für mich war der Fanz-Josef wohl der, der von den beiden den meisten Eindruck auf mich hinterlassen hat, was glaube daran liegt, dass er der erste war, den ich gesehen habe. Gerade für jemanden, der so etwas noch nie erlebt hat, ist doch die erste Erfahrung damit wohl einprägsamer. Außerdem kann man beim Franz-Josef aus einem Winkel heranlaufen, der einen besseren Blick auf den Gletscher ermöglicht.

 
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