Neuseeland Camping
Werbung
Insidertip
Werbung

Neuseeland Camping

Neuseeland auf vier Rädern

Genau vor einem Monat sind wir in Auckland angekommen. Viele haben uns gefragt, ob wir nicht verrückt wären so lange hier zu bleiben. Großstadt bleibt eben Großstadt und Wellingrton sei doch viel schöner. Nach dieser doch relativ langen Zeit bin ich wirklich heilfroh, dass es jetzt endlich losgeht.

Dank unseres Vans sind wir unabhängig von Bus- oder Zugfahrplänen oder geführten Touristentouren. Unsere Vanette, so ist der Spitzname des Vans, wird uns hoffentlich an alle Plätze tragen, die wir sehen wollen. Eigentlich haben wir das Auto kainga te kiwi ara getauft, was soviel heißen soll wie „das zu Hause auf den Kiwistraßen“. Das stammt aus einem Maori-Sprachführer und wir wissen nicht genau, ob es richtig ist, aber es klingt auf alle Fälle toll und passt vor allem auch genau. Wie in jedem Urlaub habe ich wie immer zu viel an Klamotten mitgenommen, aber ich denke, dass das vielen so geht.

Mit der Zeit erkennt man, dass man sowieso immer nur dieselben Sachen trägt und der Rest eigentlich nur unnötiger Ballast ist, den man den Rest der Zeit mit sich rumschleppen muss. Also auch wenn man so lange wegbleibt, benötigt man nicht wesentlich mehr als für einen 4-Wochen Urlaub. Das merke ich mir auf alle Fälle für die Zukunft.

Bei der Abholung des Vans hat die Verkäuferin nicht schlecht gestaunt als sie unser ganzes Gepäck gesehen hat. Ich glaube, sie war erschrocken, wie viel wir mitnehmen wollten und da wir nun zu dritt sind, hat der Van fast das maximale Ladegewicht erreicht. Vor allem fliegt bei so viel Gepäck auch alles durcheinander, aber nach den ersten 4 Tagen wird man immer schneller mit Verstauen, in die Ecke stopfen und wiederfinden von Dingen. Alles nur eine Frage der Gewöhnung☺. Das gilt ebenso für das Schlafen. Die erste Nacht war die schlechteste, weil man sich wahrscheinlich erst einmal damit arrangieren muss, zu zweit auf der relativ schmalen Matratze zu schlafen. So richtig gemütlich ist es auch nicht zwischen Kühlbox und Klapptisch zu liegen, aber die kommenden Monate in Neuseeland sind das auf alle Fälle wert!

Die nun endgültige Abfahrt war schon ziemlich aufregend. Die erste Fahrt ging zur Tankstelle, aber immerhin steigen einem in Neuseeland bei umgerechnet 80 eurocent pro Liter beim Tanken nicht die Tränen in die Augen. Faszinierend ist ebenso, dass sich hier der Spritpreis fast nie zu ändern scheint. Seit mindestens zwei Wochen kostet der Liter dasselbe.

Die zweite Fahrt ging dann direkt zum Supermarkt, damit dann das maximale Ladegewicht noch ausgereizt wird. Am ersten Tag ging es nur 70 km in Richtung Hamilton. Erst nach der Abfahrt habe ich erfahren, dass wildes campen in großen Teilen der Nordinsel verboten ist. Ob das auch für die Südinsel gilt, habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können. Wird man erwischt, kann man locker 200 Dollar pro Person Strafe zahlen. Da investiert man dann doch lieber die 10 bis 15 Dollar für einen Campingplatz und hat dazu noch eine Kochmöglichkeit und vor allem Duschen!! Vor einem Mangel an Hygiene hab ich mich echt gefürchtet, aber nach ein paar Tagen bin ich da schon abgestumpft und finde es nicht so schlimm, wenn ich mal einen Tag darauf verzichten muss. Es ist schon sehr erstaunlich wie schnell man sich anpasst.

Unserem Campingnachbarn haben sie in der Nacht eine Tasche geklaut. Das hat einem zum Einstieg nicht gerade ein Gefühl von Sicherheit gegeben. Nach unserer ersten erfolgreich überlebten Nacht im Van ging es früh nach Raglan weiter. Das ist sozusagen der „place to be“, wenn man leidenschaftlicher Surfer ist und das auch nicht schlecht beherrscht, denn bei diesen hohen Wellen sollte man als Anfänger wirklich Abstand nehmen. Es ist aber wirklich sehr schön den Surfern zuzuschauen und dabei noch die Sonne untergehen zu sehen. In diesem Moment habe ich mich wesentlich freier gefühlt als in Auckland. Übernachtete haben wir dann wieder auf einem Campingplatz, wobei man wohl immer mindestens 10 Dollar für  eine Übernachtung einplanen muss (non-powererd).

Über die AA (Automobile Association) kann man sich kostenlos Führer für Accomodations besorgen, welche Hotels, Motels, Campingsites und noch weiter Unterbringungsmöglichkeiten beinhalten. Da hat man unterwegs immer einen Anhaltspunkt, wo man schlafen kann. Es gibt auch speziell Übersichten über die ganzen holiday parks, die man sich in so ziemlich jeder Touristinformation besorgen kann.

Auf unsere Reise, die uns über Hamilton, die Waitomo Caves, Rotorua und Taupo geführt hat, haben wir in einer knappen Woche bisher 900 km auf den unterschiedlichsten Straßen zurückgelegt. Von der Autobahn bis zu unbefestigten Schotterstraßen war alles dabei. Dies ist sicher auch ein Grund, warum in Neuseeland der TÜV (oder hier warrant of fitness – kurz WOF) jedes halbe Jahr vorgenommen werden muss. Steinschläge, abgefahrene Reifen und normale Verschleißerscheinung treten durch die Straßen hier viel häufiger auf als das in Deutschland der Fall ist.

© Neuseeland powered by neonblue Typo3 Agentur