Gastfamilie Neuseeland
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Gastfamilie Neuseeland

Abschied die Zweite

So schön es war, so schnell ist es auch zu Ende. Nach einer Woche auf der Kiwiplantage, oder besser gesagt Orchard, ist es morgen Zeit zu gehen. Es ist nicht so, dass es nicht genug Arbeit gäbe, aber das Budget des Farmbesitzers für Arbeitskräfte ist leider aufgebraucht. Diese eine Woche, die wie im Flug vergangen ist, kann ich durchaus als meine bisher schönste Zeit in Neuseeland bezeichnen. Nicht nur, dass man endlich mal durchgehend ausschließlich Englisch gesprochen hat, sondern habe ich hier Menschen getroffen, mit denen ich bestimmt noch weiter in Kontakt bleiben werde. Die Herzlichkeit und vor allem das Vertrauen, was mir entgegengebracht wurde, hat mir teilweise das Gefühl gegeben ein Teil der Familie zu sein. Das ist schon sehr komisch nach einer Woche. Über diesen Zufall, der ich diese Flecken Erde hat finden lassen, bin ich sehr glücklich. Auch wenn ich bezweifle, dass sie je nach Deutschland kommen werden, habe ich sie für den Fall der Fälle eingeladenJ. Während einer Unterhaltung hat sich herausgestellt, dass die Schwester der Frau in Palmerston North wohnt und dies in der gleichen Straße wie meine Bekannte! So klein ist die Welt…

 Als Dankeschön schenken wir der Familie eine Flasche Wein von einem kleinen Weingut aus der Gegend hier. Ergänzt werden sollte dies durch Kartoffelklöße. Zum Abschied wollten wir traditionelle deutsche Kartoffelklöße kochen. Auf diesen Vorschlag hin waren sie ganz überrascht und angetan, weil sie davon noch die gehört geschweige denn sie gegessen hatten. Leider ist das in einer Katastrophe geendet und die Klöße sind zu einem unansehnlichen Brei zerfallen. Auf der einen Seite waren wir schon enttäuscht und haben als Notfallplan Plinse backen müssen, aber auf der anderen Seite gab das auch großes Gelächter. Wenn ich das nächste Mal versuche Kartoffelklöße zu kochen, was so schnell nicht passieren wird, werde ich garantiert an die neuseeländische Kochkatastrophe zurückdenken müssen.

Da wir morgen ausziehen (Wir durften die ganze Zeit in ihrem Haus wohnen und hatten auch jeder ein eigenes Zimmer), müssen wir uns einen neuen Job und Bleibe suchen. Die Unterkunft kommt wahrscheinlich in Form eines Campingplatzes daher, wo wir unseren Van, die Vanette, abstellen. Nach einer Woche in einem gemütlichen Bett, mit angrenzendem Badezimmer und Internetzugang wird das wieder eine Umgewöhnung.

Der Farmbesitzer hat schon einige Kontakte für uns geknüpft, sodass wir vielleicht gute Chancen haben, gleich etwas neues zu finden. Eine erste Referenz in Neuseeland!

Die Gegend um Napier ist reich an Möglichkeiten, wenn man zur richtigen Jahreszeit auftaucht. Adressen wie picknz.co.nz (Mit Sitz in Hastings, wenn man persönlich vorbeifahren möchte.) sind zu empfehlen, wenn man auf der Suche nach einer Saisonarbeit nicht nur in Hawke’s Bay, sondern in ganz Neuseeland ist. Ansonsten muss man sich einfach durchfragen und vor allem auch hinfahren und mit den Leuten sprechen. Damit erhöhen sich die Chancen erheblich. Daher sollte man den Weg nicht scheuen. Auch einige hostels bemühen sich, Arbeit an backpacker zu vermitteln, sodass man an dieser Stelle einfach nachfragen sollte. Darüber hinaus gibt es Informationstafeln in Internetcafés und hostels, die häufig auch Jobangebote beinhalten. Dran bleiben ist die Devise. Das habe ich in meiner Zeit in Neuseeland nur allzu deutlich gemerkt. Aber es wäre ja langweilig, wenn alles gleich klappen würde ;-)

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